Reunited

Clara Weiss (AT)

In diesem Bild sieht man meine Vorstellung der Zukunft.

Vorgeschichte: Jahrelang haben die Menschen so viele Gebäude ohne Rücksicht auf die Natur gebaut, dass es keinen freien Platz mehr auf der Erde gab. Grünflächen wurden bebaut und Tiere aus ihrem natürlichen Lebensraum vertrieben. Aus Angst, zu wenig Platz zu haben, begannen die Menschen, ihre Häuser aufzustapeln, um so die vorhandenen Räume besser zu nutzen. Durch den starken CO2-Ausstoß wurde das letzte bisschen Natur schließlich endgültig ausgelöscht.

Aber Mutter Natur war noch nicht komplett zerstört. Tief unter der Erde, begraben unter Tonnen von Beton, lebten noch viele Pflanzen. Die Natur wusste: Wenn die Selbstzerstörung durch die Menschen nicht aufhörte, würde es in kurzer Zeit mit jeglichem Leben aus sein. So drangen die Pflanzen schließlich an die Oberfläche, die Tiere brachten sich in Sicherheit, und die Pflanzen begannen, die Häuser nach und nach zu verschlingen. Kein Mensch oder Tier starb, den Menschen wurde Zeit gelassen, nach oben zu flüchten.

Ihres Fehlers bewusst, begannen die Menschen schließlich schöne Gebäude im Einklang mit der Natur zu bauen. Es gab ein bestimmtes Minimum an Pflanzen, das sich in jedem Haus befinden musste. Dank dieses Umdenkens – mithilfe der Natur – wurde den Menschen ihr schwerer Fehler bewusst, und sie bemerkten, dass eine grüne Stadt viel lebenswerter war.

Daher kommt der Name des Bildes *Reunited*, da Natur, Tier und Mensch in Symbiose wiedervereint leben. Auf meinem Bild ist der Lebensraum des Menschen zu sehen. Unten im Bild erkennt man noch Reste der alten Stadt, die nach und nach von den Pflanzen abgebaut wird. Am Rande der Stadt beginnt schon der Lebensraum der Natur, die Tiere befinden sich lieber etwas weiter entfernt von der Stadt in der Natur, wo sie ihr eigenes Leben genießen können.

Diese Geschichte klingt unwahr und nach Fantasie, aber etwas Wahres ist an der Zerstörung des Lebensraumes der Tiere und der Grünflächen dran.

One can see my vision for the future in this picture.

The background: For years, humans constructed so many buildings without any regard for nature that there were no longer any open spaces left on Earth. Green spaces were covered over and animals were driven from their natural habitat. For fear of not having sufficient room, people started stacking their houses on top of each other to take better advantage of the available space. As a result of the massive CO2 emissions, the last small remnant of nature was obliterated once and for all.

But Mother Nature was not yet completely destroyed. Deep below the earth’s surface, buried beneath tons of concrete, many plants were still alive. Nature knew that if the self-destruction brought about by humans did not stop, all forms of life would soon be extinguished. So the plants ultimately penetrated through the earth’s surface, the animals found safe spaces, and little by little, the plants began to devour the buildings. No person or animal died, and the humans were given time to flee upwards.

Recognizing the error of their ways, the humans then began building lovely structures in harmony with nature. Each building was required to have a certain minimum number of plants. Thanks to this change in thinking—and with nature’s help—humans realized that they had made a grave mistake, and they saw that a green city was much more livable.

This is what gives the picture its name, *Reunited*, because nature, animals, and humans live together again in a symbiosis. In my picture, one can see the habitat of humans. In the lower part of the picture, one can recognize the old city, which is gradually being dismantled by the plants. At the very edge of the city, the natural habitat begins; the animals prefer to live in nature a bit farther away from the city, where they can enjoy their own lives.

This story sounds like a made-up fantasy, but there is something true about the destruction of the natural habitats of animals and of green spaces.

Clara Weiss (*2006) ist in Wien geboren. Nach dem Kindergarten ging sie in die evangelische Volksschule am Karlsplatz in Wien. Derzeit besucht sie das BGR Wien III, Schwerpunkt Bildnerische Erziehung. Aktuell finden pro Woche sechs BE-Stunden mit ihrer großartigen BE-Lehrerin, Frau Professor Barbara Brandl, statt. Zu ihren Hobbys zählen Zeichnen, Basteln und Parcours. Sie hat mit Maximilian einen Bruder, der zwölf Jahre alt ist.

Clara Weiss (*2006) was born in Vienna. After kindergarten she attended the Protestant primary school at Karlsplatz, in Vienna. She presently attends Vienna’s BGR III, with an arts focus. Currently she has six hours of art each week with her tremendous art teacher, Barbara Brandl. Her hobbies include drawing, arts and crafts, and parkour. She has a 12-year-old brother, Maximilian.