re-wire

Felix Senk, Emil Steixner, Max-Jakob Beer, Höhere Graphische Bundes-Lehr- und Versuchsanstalt

Die Idee zu unserem Projekt ist uns relativ schnell gekommen. Wir haben uns überlegt: Wie kann man Nachhaltigkeit und Musik miteinander kombinieren? Die Lösung war, einen MIDI-Controller aus einem Arduino und E-Schrott zu bauen.

Der MIDI-Controller ist eine Art Skulptur und eher ein Instrument als ein Controller. Man kann damit unabhängig voneinander 16 verschiedene Loops abspielen, die perfekt zusammenpassen. Die Sounds sind auch sehr unterschiedlich. Man soll ja einen eindeutigen Unterschied hören, wenn man etwas verändert. Die Klänge haben wir alle mit einem Field-Recorder selbst aufgenommen, und sie stammen aus den Komponenten, die wir verbaut haben. Diese sind natürlich stark bearbeitet worden und haben einen musikalischen Körper bekommen. Durch diese Methode ist es uns möglich, Klänge zu kreieren, die man mit herkömmlichen Instrumenten nicht erzeugen kann. Wir haben zum Beispiel aus einem Sound einer Kreissäge, die wir beim Schneiden des Gehäuses benutzt haben, ein synthesizerartiges Instrument gebaut.

Wie funktioniert das Ganze? Im Inneren des MIDI-Controllers befinden sich ein Arduino DUE und ein PC, auf dem Ableton Live läuft. Der Arduino ist der Controller, der mit digitalen und analogen Pins XLR-Rack, Knöpfe und Drehregler miteinander verbindet. Das XLR-Rack haben wir komplett umgebaut und ihm eine neue Funktion gegeben: Es funktioniert jetzt wie ein Schalter. Wenn ein Kabel eingesteckt ist, aktiviert sich eine Spur, und wenn es ausgesteckt ist, pausiert sie wieder. Mit den Drehreglern kann man die Stärke voreingestellter Effekten regulieren. Wir haben uns für sehr wirkungsvolle Effekte wie zum Beispiel Hall, Echo oder Verzerrung entschieden. Außerdem kann man Geschwindigkeit oder Lautstärke ändern und bestimmen, ob der Klang von links oder von rechts kommt. Mit den Knöpfen kann man live voreingestellte Sounds zu den Loops spielen. Um beobachten zu können, was man gerade tut, befindet sich auf dem Controller ein Bildschirm, auf dem man Ableton Live sehen kann. Für die Audioausgabe haben wir auch Lautsprecher verbaut, die wir aus verschiedenen Radios und PC-Boxen genommen haben. Um den Controller auch bei vielen Umgebungsgeräuschen nützen zu können, haben wir eine Klinke verbaut, um Kopfhörer anschließen zu können.

The idea for our project came to us fairly quickly. We asked ourselves: How can sustainability be combined with music? The solution was to build a MIDI controller from an Arduino and electronic scrap.

The MIDI controller is a kind of sculpture and more of an instrument than a controller. With it, one can play 16 different perfectly compatible loops independently of each other. The sounds also vary greatly. One should really be able to hear a distinct difference when something is changed. We recorded all the sounds ourselves with a field recorder, and they are taken from the components that we installed. They were heavily edited, of course, and were given a musical body. With this method, it is possible to create sounds that cannot be produced with conventional instruments. For example, we used the sound of a circular saw, which we used to cut the casing, to build a synthesizer-like instrument.

How does this whole thing work? The inside of the MIDI controller contains an Arduino DUE and a PC running Ableton Live. The Arduino is the controller, which uses digital and analog pins to connect the XLR rack, the buttons, and the rotary controls with each other. We completely rebuilt the XLR rack and gave it a new function: it now works like a switch. When a cable is plugged in, a track is activated, and when it is unplugged, the track pauses again. The rotary controls can be used to regulate the intensity of the preset effects. We chose very impactful effects such as reverb, echo, and distortion. In addition, one can change the speed or volume and decide if the sound should come from the left or right. Using the buttons, one can play preset sounds live to go with the loops. To be able to observe what one is currently doing, the controller has a monitor displaying Ableton Live. For the audio output, we installed loudspeakers taken from various radios and PC speakers. To enable the controller to be used even if there is a lot of ambient noise, we installed a headphone jack.

Support with the programming of Arduino and troubleshooting: Philipp Mold
Content-related feedback: Manuel Steinböck, Bernhard Comploj
Procurement of the electronic scrap: Klaus Karll

Felix Senk (*2002), Emil Steixner (*2002) und Max-Jakob Beer (*2002) sind Schüler der Höheren Graphischen Bundes-Lehr- und Versuchsanstalt in Wien. Wir sind drei gute Freunde. Am meisten verbinden uns die Themen Nachhaltigkeit und Musik. Wir haben alle andere Interessen, von Filmen über Musikmachen bis hin zu Zeugzerlegen, Basteln und Bauen. Doch genau das hat bei diesem Projekt so gut funktioniert. Es ist das erste Projekt, das wir gemeinsam gemacht haben. Aber wir machen bestimmt gemeinsam weiter.

Felix Senk (*2002), Emil Steixner (*2002), and Max-Jakob Beer (*2002) are students at Höhere Graphische Bundes-Lehr- und Versuchsanstalt in Vienna. We are three good friends. What we most have in common are the fields of sustainability and music. We all have other interests, from film-making and music-making to taking stuff apart, handicrafts, and building things. But it was precisely this that worked so well with this project. It was the first project that we did together. But we will definitely continue working together.